Wertingen

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Rathaus Wertingen

schulprojekt demokratieIm Rahmen einer Projektarbeit des Wertebündnisses Bayern und der Initiative „MehrWERT DEMOKRATIE - Demokratie (er)leben am Lernort Schullandheim“ übte sich die Realschulklasse 9 d eine Woche lang im Verständnis für Kommunalpolitik und Demokratie.

 

Hubert Götz, Geschäftsführer des Trägervereins Schullandheim Bliensbach e.V., engagiert sich für dieses Projekt und freute sich, dass die Bliensbacher Einrichtung bereits zum zweiten Mal hierfür zur Verfügung stehen konnte. Bürgermeister Willy Lehmeier stimmte Götz zu: „Es ist wichtig, bereits junge Menschen durch fiktives Arbeiten in einem Gemeinde- oder Stadtrat, an die Demokratie heranzuführen.“ Damit wachse das Verständnis und das Interesse für das persönliche Umfeld.

Die Jugendlichen stellten sich der Aufgabe, sich für oder gegen den Bau einer Eventhalle zu entscheiden. Fiktive Arbeitssitzungen mit den Wertinger Stadträten Johann Bröll, Otto Horntrich und Ludwig Klingler sowie das Bilden von Fraktionen klärten die Punkte und Gründe, ob und wie ein Projekt dieser Größenordnung durchzuführen ist. Geholfen haben ihnen auch Businesscoach Matthias Grätsch und Teamleiterin Ines-Andrea Seemüller. Beide engagieren sich ebenfalls für das Projekt MehrWERT DEMOKRATIE. An einem Nachmittag führte dann Hildegard  Wanner, Bürgermeisterin von  Höchstädt, mit den Schülern die entscheidende Stadtratssitzung durch. Die langjährige Kommunalpolitikerin war überrascht und begeistert, „vom sachorientierten Abwägen und den strukturierten Argumenten, die der Abstimmung vorausging“. Man habe sich genau an das Sitzungsprozedere gehalten, großartig gefiel Wanner, „…dass sich fast die ganze Klasse aktiv an der Sitzung beteiligt hat, das würde ich mir real so manches Mal wünschen.“

Doch die Schüler erhielten im Laufe der Woche auch Einblicke in diktatorische Strukturen, wie zum Beispiel zu Zeiten der ehemaligen DDR, sprachen über Begriffe wie Grundrechte, Menschenwürde und Bürgerpflicht. Klassensprecherin Susanne Pielot gestand ein, „…dass es schon anstrengend war, eine Woche lang so zu arbeiten, aber es hat auch viel Spaß gemacht.“ Über den packenden Zeitzeugenbericht von Seemüller habe man selbst noch nach Tagesende gesprochen, so Pielot. Für die Zeitzeugin Seemüller ist es immens wichtig, die Erinnerung an die deutsche Geschichte aufrecht zu erhalten: „Die Geschichte von der Flucht meiner eigenen Familie aus der DDR zeigt deutlich, wie sinnvoll es ist, sich für die Demokratie zu engagieren und in welcher Freiheit man dadurch aufwachsen kann.“


weitere Informationen

Das Projekt MehrWERT DEMOKRATIE wird gefördert vom Freistaat Bayern und dem Bayerischen Schullandheimwerk e.V.

Informationen unter www.schullandheim-bayern.de, www.wertebuendnis.bayern.de oder Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!